Die Vorlage zum Herunterladen
Unten liegen zwei Dateien: eine Excel-Tabelle, die die Anwesenheitsquote selbst berechnet, und dieselbe Tabelle als PDF zum Ausdrucken. Kein Formular, keine Newsletter-Anmeldung, keine E-Mail-Adresse. Die Vorlage ist auf eine echte Jugendmannschaft zugeschnitten — 18 Zeilen für Spieler und 10 Spalten für einen Monat Training.
Vorlage für die Anwesenheitsliste herunterladen
Beide Dateien sind offen: keine Newsletter-Anmeldung und keine E-Mail-Adresse. Du darfst sie ändern, ausdrucken und an die anderen Trainer im Verein weitergeben.
- XLSX11 KBExcel-Vorlage (XLSX)Ein Raster für 18 Spieler und 10 Einheiten im Monat. Anzahl der Anwesenheiten und Quote rechnen sich per Formel, die Kürzel wählst du aus einer Liste, und das zweite Blatt ist eine kurze Anleitung. Öffnet sich in Excel, Google Tabellen und LibreOffice.
- PDF39 KBDruckvorlage (PDF, A4 quer)Dasselbe Raster, fertig zum Ausdrucken und Abheften oder zum Anklemmen ans Klemmbrett. Legende und Platz für die Unterschrift der Übungsleitung passen auf dieselbe Seite.
In den Dateien stehen keine Spielerdaten — es sind leere Formulare. Die Namen, die du einträgst, bleiben bei dir.
Was eine gute Anwesenheitsliste enthalten muss
Eine Anwesenheitsliste hat eine einzige Aufgabe: In drei Monaten muss sie die Frage beantworten „Wie viele Einheiten hat dieser Spieler verpasst, und warum?“. Alles, was dem nicht dient, kostet nur Platz auf dem Blatt und Zeit am Platz.
Die wichtigste Entscheidung ist der Satz an Kürzeln. Die Vorlage nutzt fünf: A (anwesend), S (zu spät, zählt als anwesend), F (fehlt ohne Rückmeldung), E (entschuldigt, vorher gemeldet) und V (verletzt). Verletzung muss vom Rest getrennt bleiben, denn ein Spieler nach einer Blessur hat eine niedrige Quote aus einem Grund, der nichts mit Wollen zu tun hat — und wenn „war nicht da“ gleichzeitig Verletzung, Familienurlaub und Unlust bedeutet, sagt diese Spalte nach einem Monat gar nichts mehr.
| Spalte | Was du einträgst | Wofür es später gut ist |
|---|---|---|
| Name des Spielers | Vollständiger Name, alphabetisch sortiert | Alphabetisch findet man auf dem Ausdruck schneller — bei 18 Namen ist das der Unterschied zwischen einer Sekunde und Umblättern |
| Jahrgang | Geburtsjahr des Spielers | Bei Spielen mit Altersgrenze und bei der Gruppeneinteilung musst du kein zweites Dokument öffnen |
| Trainingsdatum | Tag und Monat in der Spaltenüberschrift, zum Beispiel 04.09 | Eine Spalte ohne Datum ist einen Monat später wertlos, weil niemand weiß, welche Einheit gemeint war |
| Kürzel | Ein Zeichen aus der Legende: A, S, F, E oder V | Ein Zeichen lässt sich per Formel zählen und über Monate vergleichen; „war wohl da“ nicht |
| Notizen | Ein kurzer Grund: Schulwettkampf, Familienurlaub, krank | Drei Fehlzeiten wegen Schulwettkämpfen sind ein ganz anderes Gespräch als drei ohne jeden Grund |
| Anwesend | Nichts — ergibt sich aus den Trainingsspalten | Eine Zahl, die du Eltern zeigen kannst statt deines Eindrucks |
| Quote | Nichts — der Prozentwert kommt aus der Zahl der eingetragenen Daten | Der einzige Wert, der Spieler vergleichbar macht, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten dazugekommen sind |
| Unterschrift | Unterschrift auf dem Ausdruck nach Monatsende | Die Papierfassung wird bei Abrechnungen manchmal verlangt, und eine nachträgliche Unterschrift lässt sich nicht rekonstruieren |
Ein durchgerechnetes Beispiel: U12, 18 Spieler, September
Eine U12: 18 Spieler im Kader, Training dienstags und donnerstags um 17:30 Uhr, samstags ein Ligaspiel. Der September hat neun Einheiten, also 162 auszufüllende Felder. Nach einem Monat sieht die Verteilung so aus, wie sie in den meisten Jugendgruppen aussieht: zwölf Spieler über 85 Prozent, vier zwischen 60 und 85 Prozent, zwei unter der Hälfte.
Entscheidend ist, was der Durchschnitt verdeckt. Der Gruppenschnitt liegt bei 81 Prozent und klingt völlig in Ordnung. Aber die beiden unter 50 Prozent sind kein statistisches Rauschen — das sind zwei Familien, die den Verein verlassen, wenn sie niemand anruft. Der Durchschnitt versteckt sie, eine Namensliste nicht.
- Jakob: 9 von 9. Braucht keine Maßnahme, aber man darf es ihm einmal laut sagen.
- Felix: 7 von 9, zweimal „S“. Er kommt vom anderen Ende der Stadt — dieses Gespräch dreht sich um die Treffzeit, nicht um Disziplin.
- Oliver: 4 von 9, davon dreimal „F“ ganz ohne Rückmeldung. Das ist der eine Anruf, der diese Woche fällig ist.
- Anton: 3 von 9, jede Fehlzeit mit „V“ markiert. Er kommt nach einem Bänderriss zurück — seine 33 Prozent bedeuten etwas völlig anderes als Olivers 33 Prozent.
Eine Zahl verändert das ganze Gespräch
Man sagt den Eltern nicht „Oliver war zuletzt selten da“. Man sagt „Oliver war bei vier von neun Einheiten im September, dreimal ohne Bescheid zu geben“. Über den ersten Satz lässt sich streiten, über den zweiten nicht.
Wie man die Anwesenheitsliste durch die Woche führt
Anwesenheitslisten scheitern nicht daran, dass sie schlecht gebaut sind, sondern daran, dass niemand einen festen Moment zum Ausfüllen hat. Eine Woche passt in fünf Handgriffe und ungefähr drei Minuten.
Wie man die Quote berechnet, damit die Zahlen etwas bedeuten
Die Anwesenheitsquote ist besuchte durch angesetzte Einheiten, und die ganze Schwierigkeit steckt im Nenner. Bei einem Spieler, der Mitte des Monats dazugekommen ist, drückt die Division durch alle neun Einheiten den Wert und macht den Vergleich mit der Gruppe kaputt. In der Vorlage ist der Nenner die Zahl der im Kopf eingetragenen Daten, eine leere Spalte bleibt also außen vor — und bei einem neuen Spieler zählst du einfach ab dem Monat, in dem er angefangen hat. Künstliche Nullen ziehen den Gruppenschnitt herunter und erklären nichts.
Schwellen, die sich in Jugendgruppen bewähren: über 85 Prozent ist ein Spieler, um den du dich nicht sorgen musst, 70–85 Prozent sind normale schulbedingte Schwankungen, unter 70 Prozent ist ein Gesprächssignal, und unter 50 Prozent steckt meist eine Entscheidung, die zu Hause längst gefallen ist und nur noch niemand ausgesprochen hat.
Wann eine Tabelle nicht mehr reicht
Für eine Mannschaft und einen Trainer funktioniert eine Tabelle hervorragend. Rechnen wir für einen wachsenden Verein: 18 Spieler mal zwei Einheiten pro Woche mal 40 Saisonwochen sind 1.440 Felder in einer einzigen Datei. Bei vier Mannschaften sind das fast sechstausend Felder in vier Dateien, die jemand zusammenführen muss, um eine simple Frage zur Quote eines Jahrgangs zu beantworten.
Die zweite Grenze sind keine Zahlen, sondern Zugriff. Eltern sehen die Tabelle auf deiner Festplatte nie, also tippst du jede Information über eine Fehlzeit von Hand in den Chat. Ein Trainer, der eine Einheit für dich übernimmt, hat nirgends einen Platz zum Eintragen. Und wenn ein Trainer den Verein verlässt, geht die Anwesenheitshistorie seiner Gruppe mit — sie lag in seiner Datei.
Genau hier verdient sich eine App für die Trainingsanwesenheit ihren Platz: Die Anwesenheit hängt an einem Termin im Kalender statt an einer Datei. Rückmeldungen laufen von selbst ein, der Trainer markiert die tatsächliche Anwesenheit nach der Einheit auf einem Bildschirm, und die Quote summiert sich pro Spieler und pro Mannschaft. Den Umfang zeigt die Seite Anwesenheitsliste der Spieler, den Ablauf Schritt für Schritt die Anleitung Anwesenheit der Spieler erfassen.
Der Wechsel verlangt nicht, die Tabelle über Nacht aufzugeben. Der einfachste Weg ist, den Kader aus Excel zu importieren, einen Monat lang beides parallel zu führen und die Datei erst zu schließen, wenn du siehst, dass dir nichts fehlt.
Anwesenheitslisten und personenbezogene Daten
Eine Anwesenheitsliste enthält personenbezogene Daten von überwiegend minderjährigen Spielern. Statt in Auslegungen der Vorschriften einzusteigen, hält man sich einfacher an drei Regeln, die ohnehin dem gesunden Menschenverstand folgen.
- Erfasse nur, was du wirklich nutzt. Vorname, Nachname, Jahrgang und Status reichen — eine Ausweisnummer hat auf einer Anwesenheitsliste keinerlei Zweck.
- Halte Fehlzeitgründe allgemein. „Krank“ ist eine organisatorische Information, der Name einer Diagnose ist eine Gesundheitsangabe, die du nicht aufbewahren musst.
- Bewahre die Datei dort auf, wo der Verein sie kontrolliert, nicht nur du. Eine Tabelle auf der privaten Festplatte eines Trainers verschwindet mit dem Trainer, und der Verein steht ohne Unterlagen da, für die er formal geradesteht.
Zusammenfassung
- Lade die Vorlage herunter, aber lege zuerst einen festen Moment in der Woche zum Ausfüllen fest — ohne den überlebt keine Datei eine Saison.
- Fünf Kürzel statt einem: anwesend, zu spät, fehlt, entschuldigt und verletzt sind fünf verschiedene Gespräche.
- Schau auf die Namensliste, nicht auf den Gruppenschnitt — der Schnitt verdeckt genau die Spieler, um die es geht.
- Eine Tabelle endet dort, wo vier Mannschaften und zwei Trainer pro Gruppe anfangen.
